Betriebliche Weiterbildung in kleinen/ mittleren Unternehmen?

@Parkhotel Landau

Süß oder sauer: Betriebliche Weiterbildungen sind v. a. in KMU (Kleine/ mittlere Unternehmen) ein Problem, erst recht, wenn man 24/7 Dienstleistungen und Produkte auf hohem Niveau anbieten will (muss). Da heißt es als HRlerIn: Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern nach praktikablen Alternativen suchen. Weiterbildung darf nicht "on top" auf den alltäglichen Stress draufgepackt werden, als NOCH eine Anforderung, die MitarbeiterInnen erfüllen müssen. 

Überbetriebliche Weiterbildungen sind eine Option - klar, MitarbeiterInnen müssen auch dafür freigestellt werden und nicht selten fehlt es sowieso an allen Ecken und Enden. Die Krux bei vielen (nicht allen!) externen Weiterbildungen ist jedoch: Wieder "daheim" im eigenen Betrieb, verfliegt die Euphorie ganz schnell. So unmittelbar umsetzen kann man das Gelernte nicht, weil erst mal Stress und Tagesgeschäft angesagt sind. Die KollegInnen sind auch nicht immer so erfreut, wären Sie selbst doch auch "gerne mal ein paar Tage auf Weiterbildung gewesen", aber nein: Sie mussten ja schauen, dass es im Betrieb läuft  

Lernpsychologisch spricht bei erwachsenen LernerInnen viel für eine individuelle Weiterbildung, möglichst eingefügt in den Alltag. Wie in der dualen Ausbildung zum Beispiel. Klar: Erwachsene oder "Ausgelernte" (totaler Quatsch diese Bezeichnung, aber na ja) lernen einfach anders, sie haben eine Lernmotivation, die zielgerichteter ist. Oder haben Sie schonmal versucht, ohne Motivation eine Fremdsprache zu lernen? Klappt nicht, müssen Sie gar nicht anfangen. 

Das heißt konkret: Ich muss meine Leute fragen, WAS Sie lernen wollen - das kann ich Ihnen dann auch vermitteln und Sie so beim Lernen fördern. (Btw: Ich spreche hier nicht von Qualitäts- oder anderen Standards, sondern von zusätzlichen Skills als Lerninhalte.) Bei mir im Betrieb interessieren sich einige für das Thema "ausbilden/ führen": Wunderbar! Nach den Sommerferien geht es los damit auf Basis totaler Freiwilligkeit, ohne Ergebnisdruck und (natürlich) innerhalb der Arbeitszeit: 1 Stunde pro Woche für alle die, die Lust haben. Ich freue mich und bin gespannt  

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