Daniel Tunys

Bitte mitmachen | Eure Meinung ist gefragt...

Wir alle sind für die Zukunft der Hotellerie und Gastronomie verantwortlich... Was wird am meisten derzeit diskutiert? Fachkräftemangel und Digitalisierung. Darüber sind wir uns einig. Die Kommunikation nach außen - durch Branchenvertreter, Branchenmedien und Direktoren - lautet immer: Wir finden keine Mitarbeiter, geignet oder auch nicht, der Nachwuchs bricht nach 3 Monaten ab und selbst die Zuwanderung von Arbeitskräften hilft nicht wirklich. Ich hätte gerne ein paar Meinungen eingesammelt, die dann in meinem neuen Projekt hotelvonmorgen.com bereitgestellt und diskutiert werden sollen. Einige fragen sich jetzt auch: Was ist denn meine Meinung? Meine Meinung und an der halte ich schon viele Jahre fest - Wir haben keinen Mangel an Kollegen, Fachkräften, Neueinsteiger, Quereinsteiger etc. Die Fehler fangen im Recruiting schon an. Warum wählt eine Personalsachbearbeiterin die zukünftigen Kollegen aus, oder trifft Entscheidungen, ob eine Bewerbung weiter geht? Nehmen wir ein Hotel-Restaurant. Warum wählt nicht das Team und der Abteilungsleiter gemeinsam den zukünftigen Kollegen aus? Das gleiche geht auch in der Küche, Front Office etc. Wir sind in einer Branche unterwegs, die von Fantasie und Erfahrung lebt. Vor allem die Erfahrung muss weitergetragen werden und somit auch die Möglichkeit für ältere Mitarbeiter (es wird schon schwer, zwischen 30 und 35 Jahren) eine Einstellung zu bekommen. Teilt mir eure Erfahrung und Ideen per Kommentar mit... Ich freue mich riesig... PS: Ich habe mal in einem Vorstellungsgespräch für eine leitenden Position gesagt, dass ich auch einen Azubi im ersten Lehrjahr nach seiner Meinung frage... Den Job habe ich nicht bekommen - #ThinkForward 

  • 6º

Comment (8)

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Ich finde, es hängt auch viel von den Arbeitgebern ab, was sie dem Personal anbieten: Mitarbeitermotivation, Belohnungssystem," lebenswerte" Personalzimmer, Personalessen, Mitspracherecht , Stimmung unter der Crew und schlussendlich die Bezahlung und die Einhaltung der vereinbarten Stunden. Ich versuche gerade ein paar Faktoren zusammenzufassen, unter anderem auch der Punkt , den du angesprochen hast. Ich halte viel von einem Casting ( wie beim Film für Schauspieler) mit einer Sedkarte, was man gemacht hat was man kann und wie man eingebunden ist, was man verdienen möchte und wen man mitbringt Dann belebt die Konkurrenz das Geschäft und die Chefs müssen sich auch mal Gedanken über ihre Standards - also was sie den Leuten anbieten- machen

Ich kann mich Verenas Meinung gut anschließen! Viele wechseln schnell, weil man am Anfang eben viel verspricht und wenig hält.. Viele Betriebe schaffen es einige Monate den Schein zu wahren, doch irgendwann kommt jeder drauf, dass hinter dem Versprochenen wenig steckt! Es muss eben die Balance zwischen Geben und Nehmen ausgeglichen sein. Das ist aber bloß nur ein Aspekt dieses breiten Themas.. Auch ich bin noch auf der Suche nach dem Betrieb wo ich mal auf längere Zeit bleiben will! Aber man nutzt ja auch den Vorteil etwas aus, dass Fachkräfte zurzeit leicht neue Arbeitgeber finden! Und irgendwann findet jeder einen Arbeitgeber wo man dann "picken" bleibt ?

Danke für den Eintrag - Hoffe, es kommen noch paar hinzu...

Ich glaube die Schwierigkeit liegt zunächst darin, die richtigen Kandidaten überhaupt zu erreichen und im Vorfeld von sich zu überzeugen, respektive hier schon einen Unterschied zu machen. Kommt der Lebenslauf dann bei uns an, geht der immer an die jeweiligen Teams und es wird dann zusammen darüber gesprochen.

Danke Herr Gehlert für Ihren Eintrag... Was halten Sie vom Fachkräftemangel? Wenn wir einen haben sollten, dürfte doch ein Lebenslauf keine Rolle mehr spielen... Wie sehen die Kollegen das?

Hallo Herr Tunys, ein offenes Geheimnis ist ja, dass die Jugend für unsere Branche nicht mehr so einfach zu gewinnen ist und somit der "eigene" Nachwuchs auch weniger wird. Wir konzentrieren uns da eher auf die Einstellung der Bewerber und nicht unbedingt die Fähigkeiten, da wir das selber in der Hand haben es zu vermitteln. Bei uns arbeiten auch ungelernte Mitarbeiter, Mitarbeiter ohne Schulabschluss und auch Quereinsteiger. Man muss natürlich aufpassen, in welchen Bereichen das gemacht wird und das die Dienstleistung nicht darunter leidet, aber generell sind wir hier offen und bis dato hat sich dies als richtig herausgestellt. Dies fordert aber natürlich auch die Abteilungsleiter in einem anderem Ausmaß, da der "Aufwand" hier natürlich höher ist. Dafür haben wir dann Kollegen, die mit Herz bei der Sache sind und eben nicht für 100,00 mehr Brutto gleich den Arbeitgeber wechseln. Ist halt eher eine längerfristige "Investition, aber macht sich bisher bezahlt.

Danke Herr Gehlert - In vielen Gesprächen habe ich sehr selten diesen direkten Gedanken gehört, den ich voll und ganz unterstütze... Ich würde mich freuen, Sie zu diesem Thema intensiver befragen zu dürfen... Lassen Sie mir bitte Ihre VisitenKarte auf danieltunys@icloud.com zukommen... Herzlichen Dank