Bestellannahme via Tablet - Fluch und Segen

Kaum ein Gastrobetrieb kommt ohne Handhelds aus, Tablet-PC mit denen die Bestellung der Gäste direkt in die Küche „gekabelt“ werden kann. Die Vorteile liegen auf der Hand - die Zeit von der Bestellung zur Produktion verkürzt sich. - Servicekräfte sparen sich den Weg in die Küche. - es gibt keine Verwirrungen bzgl. Handschrift und Kürzeln. Also: alles gut? Nein! Denn was dem Service in aller erster Linie dienen soll, hat das Potenzial zur Plage zu verkommen wenn die Servicekraft ihren Blick nicht mehr von ihrem mobilen Handgerät löst und mehr damit beschäftigt ist die richtige PLU einzugeben, bzw. den „Knopf“ für das gewählte Gericht zu finden, als sich um die Gäste zu kümmern. iPad frisst Augenkontakt. Was ist die Lösung? Das eine tun ohne das andere zu lassen. Servicekräfte müssen (mehr) darin geschult werden die Technik zum Nutzen des Gastes einzusetzen und nicht nur als Rekorder für die Bestellung. Ein iPad sollte so lange eingesteckt bleiben bis das Gespräch mit dem Gast aufgebaut ist und eine Beziehung aufgebaut wurde. Nicht nur im Sinne der Freundlichkeit, sondern auch im Sinne der Mehrverkäufe durch eine gute Service-Gast-Beziehung. Es muss ein erklärtes Ziel aller Vorgesetzten sein ihren Kolleginnen und Kollegen eine Rückmeldung dazu zu geben, wie lange sie den Gast- und wie lange Ihr iPad anschauen. Die Augenverweildauer am Gast sollte bei 80-, die am Tablet bei 20% liegen. Nicht umgekehrt...

Service
  • 3º

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