Oliver Gastronomicus Riek

Oliver Gastronomicus Riek

Chef de Rang @Irgendwo in Hamburg

Gastronomicus' Star Flash

Liebe Kollegen, ab heute starte ich eine neue Reihe: "Gastronomicus' Star flash" Da ich aus rechtlichen Gründen keine Promi- Geschichten in mein Buch aufnehmen kann, veröffentliche ich nun hier ein paar Begegnungen, die für mich unvergesslich sind! Heute: Folge 1: Joe Cocker Ich arbeitete vor Jahren in einem Luxushotel in Hamburg. In den vier Jahren dort, habe ich mehr Prominente kennen lernen dürfen oder auch müssen, als die meisten Menschen in ihrem Leben. Die meisten Begegnungen machte ich im Room Sörwis. So auch an einem völlig normalen Tag. Es war Anfang der Woche und daher sehr ruhig als das Telefon klingelte. Auf dem Display erschien die Nummer der Suite, dazu der Name "Mr. Miller". Mr. Miller war das synonym für Prominente die inkognito bei uns eincheckten, mir war also klar, dass es sich um eine prominente Persönlichkeit handeln muss. Ein Mann bestellte zwei Cola zero, dazu viel Eis. Wenige Minuten später klingelte ich an die Tür, die sich wenig später öffnete und meinen Blick auf einen etwas kleinen, älteren Mann frei gab. Mein Gehirn besuchte eine Sekunde um das mir bekannte Gesicht zu identifizieren: Es war eindeutig Joe Cocker. Er bot mir an, ein zukommen und das Tablett auf den Tisch zu stellen. Normalerweise folgt dann die Unterschrift auf dem Guest check, mein Hinweis, mich gerne wieder anzurufen wenn ein Wunsch besteht und zu gehen. Nicht aber bei Joe Cocker. Er fragte mich nach meinem Namen und stellte einige Fragen über Hamburg. Dann erzählte er mir, dass er in Hamburg wegen einer Talk Show sei und wir begannen zu plaudern. Er war unglaublich höflich und ich legte schnell die anfängliche Ehrfurcht ab und witzelte mit ihm rum, bis mein Telefon mich zwang, für den nächsten Gast da zu sein. Wir verabschiedeten uns und ich ging. Nachdem die Tür sich hinter mir schloß, hielt ich einen Moment inne und atmete tief durch. Bis dahin war Joe Cocker keiner meiner Lieblingsmusiker aber das er sich zehn Minuten mit mir unterhielt, völlig ohne Arroganz oder Überheblichkeit, so natürlich wie jeder andere auch, beeindruckte mich und ich fühlte mich so geehrt für eine kurze Zeit bekommen zu haben, wofür andere sicher Geld bezahlt hätten: Ein meet and greet mit einer absoluten Legende. Danke Joe!!! Fortsetzung folgt

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