Maurice  Mehling

Maurice Mehling

Chef de Partie @Posthotel Achenkirch

Ernährung und Psyche

Unter Ernährung versteht man allgemein die Versorgung des Körpers mit Lebenswichtigen Nährstoffen. Essen dagegen ist sehr viel komplexer: Frust und Lust, Trost und Gemeinschaft, Lebensfreude und Ablenkung, das alles gehört zum Essen und entscheidet darüber, was und wann und wieviel wir essen. Unser Essverhalten wird gepägt durch: -Erziehung  -Kultur -soziale Einflüsse -Gewohnheiten -Emotionen -Werte -Alter -Werbung  Allgemein ist zu sagen: Essen ist ein Grundbedürfnis des Menschen - dabei unterscheidet die Verhaltenswissenschaft zwischen Primär und Sekundärbedürfnissen. Primärbedürfnis: Die Nahrungsaufnahme wird über Hunger- und Sättigungssignale gesteuert und es kommt zu einer derart gestalteten Nahrungswahl. Dieses Primärbedürfnis gilt als angeboren. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Zwischenhirn, der Hypothalamus. Im Hypothalamus laufen Meldungen des Körpers zu Energiereserven und der Füllmenge im Magen-Darm-Trakt zusammen. Sind die Energiespeicher leer, macht sich Hunger bemerkbar. Ist der Magen leer und die Energiereserven sind aufgebraucht, setzt wieder das Hungergefühl ein. Wäre unser Essverhalten nur von unseren Primärbedürfnissen bestimmt, käme es wohl kaum zu Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit). Es ist belegt, dass unser Hunger- und Sättigungssystem sehr exakt funktioniert und unsere Energiezufuhr bis auf wenige Kalorien gleich hält. Sekundärbedürfnis: Dass der Regulationsmechanismus bei Jugendlichen und Erwachsenen nicht mehr zu funktionieren scheint, hat verschiedene Ursachen: -verlernt auf unseren Körper zu hören -Diäten -Erziehung -Gewohnheiten (Zähneputzen, Kaffee, Frühstück,...) -Emotionales Essen  -Langeweile  Laune und Essverhalten beeinflussen sich also gegenseitig. Allerdings scheinen auch die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln eine wichtige Rolle zu spielen: -Serotoninhemmer: Vitamin- und Mineralstoffmangel -Fördern die Serotoninbildung: Vitamine der B Gruppe (insbesondere Vitamin B6) Vitamin C, Vitamin D, Magnesium, Selen, Folsäure, Omega 3 Fettsäuren und Zink. Fazit: ?Eine abwechslungsreiche, nährstoffreiche Kost kann uns also langfristig glücklich und gesund machen...

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