Christoph Hess

Christoph Hess

Bäcker/in @inselloft-norderney.de

Wie Kommt Der Bäcker ins Hotel

Der Bäcker im Hotel, es ist ein exotischer Beruf im Hotelgewerbe.  Die Frage ist erstmal: "Wie kommt der Bäcker bzw. die Backstube ins Hotel?" Da kenne ich 2 Wege, es gibt sicherlich mehrere Wege. ...................... 1. Es war einmal eine Bäckerei in einen Urlaubsort und die Bäckerfamilie dachte sich, die Kinder sind aus dem Hause und die Zimmer sind leer, da können wir diese in der Saison doch vermieten. Kosten gab es wenig, aber die Nachfrage stieg, das war ca in den 1960 Jahren. Man, Frau, vergrößerte und es entstand über der Bäckerei eine Pension mit Frühstück. Dies geschah in den 1970 Jahren. Später vergrößerte die Familie weiter, die nächste Generation lernte neben Bäcker auch Koch, Kellner und Rezeptionsdame, so kam es zu einem Hotel mit Restaurant und Vollverpflegung. Die Backstube und die gute alte Teigmaschine, Baujahr 1967, blieb über die Jahrzehnte im Einsatz, man verkaufte das Brot nach Bestellung an die anderen Hotels des Ortes und stellte den Ladenverkauf ein, wobei man stattdessen den ortsansäßigen Lebensmittelhändler beliefert. So kommt der Bäcker ins Hotel. Zuerst der Bäcker und das Hotel wuchst drum herum. Das kenne ich aus Lech und Warth am Arlberg, Österreich. .................. 2. Möglichkeit: "Wie kommt ein Bäcker in ein Hotel?" Der (neue) Hotelbesitzer plant den Umbau der Küche und plant als Besonderheit eine Backstube mit ein, wobei der neue Bäcker, welcher aus dem Ort kommt, die Backstube mit plant. Den woher soll ein Küchenplaner wissen, wie eine Backstube aussieht. Die ersten Jahre ist die Backstube noch dem Küchenchef unterstellt, doch nach 4 Jahren wird der Backstubenleiter zum Kadermitglied und steht auf einer Höhe mit dem Küchenchef. So kommt der Bäcker ins Hotel. Man baut nachträglich, in zusammenarbeit mit dem neuen Bäcker eine Backstube. Das kenne ich aus Vals, Schweiz. ................. Da fällt mir eine 3. Möglichkeit ein. Der Hotelerbauer plante bereits vor über 100 Jahren beim Bau des Hotels die Backstube mit ein, den wo sollten die Brote und Brötchen herkommen? Die meisten Bewohner von St. Moritz waren noch Bauern und diese haben ihr Brot selber gebacken, also mußte der Hotelbesitzer auch sein Brot selber backen und eine komplette Backstube beim Neubau mitbauen lassen. Diese Backstube wurde stetig modernisiert und begeistert seit über 100 Jahren die Gäste. So kommt der Bäcker ins Hotel, man plant ihn beim Neubau mit ein. So kenne ich es aus St. Moritz. .......................... Die 4. Möglichkeit ist eigentlich eine Nichtmöglichkeit, weil ..... man stellt einen Bäcker ein, weil man einen Backofen hat und einen Gärunterbrecher und denkt das ist eine Backstube. Ausrollmaschine befindet sich im Keller, eine Sahne-Anschlagmaschine dient als Teigmaschine.  Presse, Teigteilmaschine, Gipfelwickelmaschine gibt es nicht, es werden Fertig - Backwaren oder Teiglinge und Laugengebäck zugekauft und die Zutaten für die eigenen Brotsorten sind Fertigmischungen. So geht der Bäcker schnell wieder aus dem Hotel, weil ohne Backstube kann es sein Wissen und Können nicht umsetzen. Zum Stockbrot- oder Pizza - Backen braucht man keinen Bäcker und zum Kuchen backen empfehle ich jedem Hotelbesitzer sich einen Konditor zu suchen, welcher auch einen Konditor-Raum braucht und nicht zwischen Küche und Patisserie hin- und her springen muß. Zum Glück ist das Saarland groß genug, um zu sagen, das kenne ich aus dem Land an der Saar. Gesund und kräftig muß es sein, drum Bauernbrot aus Nettersheim. Buen Camino und ein glückliches Leben.

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