Stefan Alesi

Stefan Alesi

Küchenchef - Chef de Cuisine @Kleinzingerhof

7 Tipps, wie man ein großartiger Kellner wird… Von einem Koch

Egal was manche Köche sagen oder auch nicht, aber ein guter Service ist essenziell für den Erfolg eines Restaurants oder eines Hotels. Wir denken immer, dass das Geschmackserlebnis und das Essen, der einzige und wichtigste Aspekt eines Restaurantbesuchs ist, aber die Gäste erinnern sich meistens an schlechten Service, als an gutes Essen. Das ist der frustrierendste Teil für einen Koch. Egal, wie gut das Gericht auch ist, jemand anders ist für den Transport zum Gast verantwortlich. Schon unzählige Menschen haben als Kellner gearbeitet und Tische bedient. Die meisten Menschen, die sich über die fehlende Zitrone im Wasser beschweren, haben meist selbst in einem Restaurant serviert, um sich das Studium zu finanzieren. Das ist das größte Problem an vielen Kellnern. Sie versuchen Sänger, Doktor, Kunsthistoriker oder irgendetwas anderes zu werden. Sie wollen alles werden, außer professionelle Kellner. Also, was muss ein Kellner können, um ein großartiger Kellner zu werden? 1. Bleib gelassen Erinnerungsvermögen, ein Auge fürs Detail und Effizienz sind extrem wichtige Eigenschaften eines besseren Kellners. Das heißt nicht, dass du dir nichts aufschreiben, oder Hunderte Teller gleichzeitig tragen sollst. Ein großartiger Kellner sieht nie gestresst aus. Der Gang von der Station zur Küche sieht geübt und einfach aus. Unter Druck gelassen zu bleiben und sich nicht durch kleinere Hindernisse aus der Ruhe bringen zu lassen, sind entscheidende Fähigkeiten, die jeder gute Kellner haben sollte. 2. Kenn das Menü Kenn nicht nur die Gerichte auf der Karte, sondern auch die Zutaten in den Gerichten. Beinhaltet das Melonen-Gazpacho auch Zwiebeln oder nicht? Kann die Shrimps Pasta auch ohne Shrimps zubereitet werden? Ein großartiger Kellner ist wie ein Menü Sherpa für den Gast, der ihn durch ein kulinarisches Abenteuer führt und darauf achtet, dass er glücklich und zufrieden ist. 3. Bau dein Fachwissen aus In der heutigen Restaurantwelt, sind Essensallergien (ob echt oder erfunden, aber das würde einen neuen Artikel füllen) viel häufiger, als je zuvor. Der durchschnittliche Restaurantbesucher weiß heutzutage mehr über Essen und Lebensmittel als jemals zuvor. Ein tiefes Verständnis über das Menü und die Prozesse, die dahinter stehen, um das Essen zu produzieren, stellt sicher, dass der Aufenthalt für Gast UND Kellner angenehm ist. 4. Behandle die Gerichte mit Respekt Das ist auch ein extrem guter Weg, um den Köchen zu zeigen, dass du dich um das Essen genauso kümmerst, wie sie es tun. Wenn du das Küchenteam auf deiner Seite hast, wird sich dein Trinkgeld und deine Lebensqualität in der Arbeit extrem steigern. Garantiert! 5. Lauf nicht wie ein leeres Hemd herum Sei auf der Arbeit präsent und nicht nur ein leeres Hemd, das Essen herumtransportiert. Ein großartiger Kellner kümmert sich um den Erfolg eines Restaurants und er versteht, dass das Herz eines jeden Restaurants die Küche ist. Halte immer ein Ohr offen, um deinen Kollegen aus der Küche zu helfen – Frische Getränke sind ein gutes Beispiel dafür. 6. Verrate niemals, wirklich niemals die Küchencrew Als Kellner arbeitest du nicht nur für den Gast. In der Realität beschützt du die Köche auch. Beschuldige niemals die Küche für einen Fehler, vor allem nicht vor den Gästen. Die Köche vor den Bus zu werfen, ist ein guter Weg, damit du vom gesamten Küchenteam gehasst wirst. Vom Abspüler, bis zum Küchenchef. 7. Heul woanders Schließlich und endlich: Heul bei jemand anderen rum. Das Letzte, was die Küche nach einer 12-Stunden-Schicht hören will, ist dein Meckern, dass du heute „nur“ € 100 Trinkgeld erhalten hast, weil die Küche zu langsam war. Zeig ein bisschen Mitgefühl für die Crew im Hintergrund und ab und zu kannst du den grimmigen, mürrischen Koch auch ein Bier ausgeben. Er hat es wirklich verdient. Wenn du das genauso siehst, dann freue ich mich riesig über eine Flamme auf diese Story und wenn du sie teilen würdest. Danke!

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Comment (7)

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Die Flammen kommen sicherlich vom Küchen-Department. Was mich nur wundert ist, dass niemand vom Service hier schon mal paar Zeilen hinterlassen hat.... Das gibt mir sehr zu denken...

"Ein schlechter Koch ist immer noch ein guter Kellner!" Liebe Köche, ich erlaube mir, euch mal den einen oder andere Tipp zu geben, wie das zusammenarbeiten mit Küche und Sörwis besser gestaltet werden kann. Denn für viele, vor allem noch junge Kollegen ist die Küche gleich der Hölle: Heiß, voller schreienden Teufel und brutalem Umgang. Klar, jetzt lacht der eine oder andere Koch vor Genugtuung und ritzt sich eine Kerbe in den Griff seines Messer für jede heulende Azubine. Aber muss das wirklich sein? Wieso halten sich viele Köche für was besseres, verlangen mehr Respekt als sie geben und mehr Rücksicht als sie verdienen? Ich nenne es "Abteilungsrassismus" denn es gibt kein "Ihr" und "wir". Als Beispiel: Verbucht sich ein Kellner, tobt der Küchenchef. Der Keller aber muss sowohl vor dem Gast als auch vor dem Koch geradestehen. Vermasselt aber ein Koch das essen, gibt es dafür selten eine Entschuldigung und auch in dieser Situation ist der Kellner der, vor dem Gast für den Koch das Eisen aus dem Feuer holen muss. Der Kellner ist der Emulgator zwischen Gast und Küche, er sorgt von Anfang bis Ende für einen möglichst schönen Abend während der Gast für den Koch nicht mehr da ist, sobald er den Bon aufspießt denn es geht nicht nur im das Essen. Der Kellner hat vom Betreten des Gastes bis zum Verlassen die Verantwortung für einen Reibungslosen Ablauf. Und das nicht nur für einen Tisch, sondern für viele Tische. Der entgegengebrachte Respekt der Köche den Kellnern gegenüber ist aber leider oft mangelhaft weil Köche schon in der Ausbildung eine Art Überlegenheitsgefühl entwickeln welches sie sich bei ihren Chefs abgucken. Dabei sollte doch klar sein, dass wir für ein und denselben Gast arbeiten, für dasselbe Unternehmen, für denselben Erfolg. Diese beiden Zahnräder müssen geschmeidig ineinandergreifen den hakt es irgendwo, wird die Maschine nicht mehr richtig laufen. Ein Koch kann noch so gut sein, noch so raffiniert kochen aber bringt er den Kellnern nicht genug Respekt entgegen, werden sie beginnen den Respekt vor dem Koch zu verlieren und das hat schlimme Folgen. Ich weiß um den Streß in der Küche und jeder Koch der mal im Sörwis gearbeitet hat, weiß um den Streß am Gast. Also sollten sich beide Seiten zuweilen darauf besinnen! Eine Küche Ein Sörwis Ein gemeinsames Ziel

https://de.hospitality.pro/2018/deutsch/warum-nur-mussen-sich-koche-und-kellner-immer-streiten-gastro-comedian-gastronomicus-wieso-halten-sich-viele-koche-fur-besseres-verlangen-mehr-respekt-als-sie-geben-u/

Gelernte Kellner wissen mit Sicherheit sich beim Gast richtig zu verhalten. Fachwissen Empfehlungen excellentes Auftreten fördern das Trinkged

Respekt für den Service bedeutet geteiltes Trinkgeld. Ansonsten gebe ich dir natürlich Recht Oliver. Respekt lebt auf Augenhöhe.

phahahahaa!... Ach ja, die Küche. Immer wieder für nen Lacher gut. 😂 Aber mal im Ernst und von ganzem Herzen: Ich liebe "die Köche" aufrichtig. Ja, sie leisten sehr viel und haben sich ihre Schrulligkeit auch verdient. Dafür lieben wir guten Kellner sie ja auch. 😘 Aber eines mal zuvor: ich arbeite in erster Linie zu Gunsten meiner Gäste, nicht für die Küche, also bitte. Soweit ich weiß, ist das übrigens auch bei der weißen Brigade der Fall. Da sollten einige Köche mal wieder auf den Boden der Tatsachen kommen. Stichwort "heul woanders"... Ich sag nur Umbestellung. Da fängt sofort das Zetern an. Wie die alten Waschweiber. Punkt 8 fehlt in der Aufzählung übrigens: Ein echter Kellner lässt sich seinen Job nicht von einem Koch erklären, das würde einem "echten" Koch nämlich auch niemand erzählen wollen.