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Der wichtigste Job im Restaurant: Die Spülkraft

„Es gibt keine Person – wirklich keine Person – die in einem Restaurant wichtiger ist als die Spülkraft. Glaubst du nicht? Falls ein Koch fehlt, wird sich die Crew darüber aufregen, aber die Arbeit wird erledigt. Falls der Küchenchef nicht anwesend ist, wird sich die Crew vielleicht sogar freuen. Falls aber die Spülkraft fehlt, wird sich um diese Arbeit niemand kümmern, niemandem gefällt diese Arbeit – niemandem außer Dominick. Dominick hat sich über 10 Jahren um die Teller und Töpfe eines Hilton Hotels gekümmert – über 10 Jahre! Er wohnte in einem einfachen Appartment, dass er sich mit drei Kollegen geteilt hat – genau wie das Auto, bei welchem öfter mal kein Geld für Benzin vorhanden war. Dominick war ein wenig verrückt – führte er doch täglich Selbstgespräche. Oft fing Dominick einfach an zu lachen, ohne ersichtlichen Grund. Wichtig war aber nur, dass es während seiner Schicht immer saubere Teller, Töpfe und Pfannen gab. Dominick war immer (zumindest physisch) anwesend und hat tolle Arbeit geleistet.“ - Ein übersetzter Auszug aus dem Buch: Shadow of Cooks Hier entscheidet sich, ob man das Potential unserer Branche erkennt oder ihr den Rücken zukehrt Solche Spülkräfte kann man sich nur wünschen! Dominick ist ein extremes Beispiel – es gibt aber tausende Spülkräfte da draußen, die unglaublich viel Potential in sich tragen, ein großartiger Koch, Restaurantleiter oder Manager zu werden. Wenn man sich mit erfolgreichen Persönlichkeiten der Gastronomie auseinandersetzt, merkt man schnell, dass sie alle mal an der Spüle standen. Was man nicht vergessen darf: Als Spülkraft ist man für die wichtigste Ausstattung fast jeden Restaurants verantwortlich – und teilweise auch die teurste. Sauberes Geschirr ist die Grundvorraussetzung für zufriedene Gäste – aber auch Kollegen. Baust du selbst ein Küchenteam auf? Es ist schwer solche „Dominicks“ zu finden. Die meisten Spülkräfte verlassen das Restaurant schon nach kurzer Zeit. Falls du dir gerade selber ein Küchenteam aufbaust, können dir diese drei kleinen Tipps vielleicht mit dem Problem helfen: 1./ Jeder deiner neuen Mitarbeiter sollte eine bestimmte Zeit an der Spüle stehen. Hier lernt man die Struktur des Teams, wie es funktioniert und in welchem Tempo gearbeitet wird. Außerdem merkt man schnell, wie man sich Respekt bei den anderen Kollegen verschaffen kann. 2./ Als Koch ist es außerdem keine schlechte Idee, sich selber 10-15 Minuten am Tag dem benutzen Geschirr zu stellen – Ärmel hochkrämpeln und los geht’s! Zeig den Kollegen wie wichtig dieser Job im Restaurant ist. Das wird dein Team in jeglicher Beziehung stärken. 3./ Binde deine Spülkraft in Entscheidungsprozesse mit ein, frage nach der Meinung zu neuen Gerichten und falls Gäste ein Lob aussprechen, sollte dieses Lob auch bis zur Spüle durchdringen. 

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Comment (4)

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Super geschrieben! Das würde ich sofort unterschreiben!👊🏻 Ich bin selbst Küchenchef und fast täglich im Spülbereich tätig... 1. Um als gutes Beispiel voranzugehen ( Ich verlange nichts, was ich selber nicht auch leiste!) 2. Es ist gür mich auch eine Art der Wertschätzung meiner drei Officemitarbeiter für ihre täglich, grandiose Leistung! 3. Es hilft mir auch manchmal den Kopf frei zu kriegen und in diesen Gesprächen mit meinen Leuten erfahre ich so einiges, was sonst vielleich nicht erfahren würde.😉✌🏻 Lg, Alex

Und doch stehen die an letzter Stelle der Gehaltsliste. Müsdteman ändern.

Man muss sie am Trinkgeld beteiligen, sie mit gutem Essen belohnen. Für ihren Gehalt können sie sich ausbilden lassen. Dafür gibt es in der Gastronomie zahllose Möglichkeiten und Förderungen.