Ayurveda Breakfast - gar nicht so indisch

Was ist Ayurveda? Im Ayurveda geht es um die richtige Ernährung und die richtige Einstellung zum Leben.  Nahrungsaufnahme bedeutet, dass man einen Verbrennungsvorgang in Gang setzt und dazu braucht man einen ausgeglichenen, ganzheitlichen  Verdauuungsvorgang , der optimale Zustand ist ein hübsches Feuer, dass in einem Kessel die Nahrung kocht. Wenn man nicht in Balance ist, also zu wenig Sauerstoff oder Zugluft ( Vata) , zu viel   verbrennt) oder zu wenig Hitze (kocht nicht), zu feuchtes , zuviel oder zu wenig Holz (Pitta) , der Topf (Kapha) zu dick oder zu dünn, die Flüssigkeit zu viel (kocht nicht) oder zu wenig ( verkocht zu schnell) ist , dann kann man das Verdauungsfeuer nicht richtig in Gang setzen und den Körper optimal ernähren. Am Morgen zwischen 6.00 Uhr und 10.00 Uhr dominiert das Dosha Kapha. Während dieser Zeit befinden wir uns in einer Phase, bei der die Eigenschaften schwer, träge, süß, zäh, feucht und unbeweglich vorherrschen. Das Verdauungsfeuer ist zu dieser Zeit zwar schon etwas aktiv, allerdings nicht so stark wie es dann um die Mittagszeit (Hochphase des Dosha Pitta) ist. Würden wir unser leicht brennendes Verdauungsfeuer nun durch die falsche Nahrung ablöschen oder überfordern, statt es sanft anzuregen, so wirkt sich dies auch auf unser Wohlbefinden und unsere Verdauung für den restlichen Tag aus. Man kann es sich ganz plastisch wie ein brennendes Lagerfeuer vorstellen. Gäbe man nun Wasser (= kalte Nahrung) hinzu so würde es gelöscht. Legt man stattdessen einen viel zu massiven Holzscheid (= sehr schwer verdauliche Nahrung oder zu große Mengen) oben auf das Feuer so würde es erstickt. Deshalb gibt es im Ayurveda auch kaum Speiseeis oder stark gekühlte Getränke. In unsere Breitengraden besteht ein Frühstück häufig aus einer Schüssel Cerealien mit kalter Milch, einem Marmeladenbrötchen oder manchmal sogar nur aus einem Milchkaffee. Oft wird das Frühstück sogar ganz ausgelassen. Das versorgt uns zum einen natürlich nicht mit genügend wichtigen Nährstoffen, zum anderen haben die meisten dieser typischen Frühstücksprodukte aus energetischer Sicht einen kühlen bis kalten Charakter, der das Verdauungsfeuer schwächt anstatt es anzuregen. So kann es leicht zu einer Kapha-Erhöhung kommen, die mit Gewichtszunahme, Trägheit und einem ständigen Hungergefühl einhergeht. Spurenelemente können durch kochendes Auslösen  dem Körper zur  Verfügung gestellt werden, dazu gehören z.b.Selen, Zink, Fluor, Jod, Mangan, Kobald und Kupfer .   aher haben schon unsere Vorfahren auf gekochte Getreidebreie,  Mus, Eintöpfe und Wasser, dass auf dem Holzofen dahinsimmerte geschworen.

Das perfekte Ayurveda Frühstück: warm, vollwertig und leicht Idealerweise beginnt man den Tag mit einem Glas warmen gekochten Wasser, dem man den Saft einer frischen Zitrone beifügt.  Wer mag darf auch eine Scheibe Ingwer  dazutun. Das aktiviert das Agni, bereitet den Magen auf die Nahrungsaufnahme vor und gleicht die Flüssigkeitsverluste der Nacht  aus. Das perfekte ayurvedische Frühstück sieht für jeden individuell unterschiedlich aus und variiert im Verlauf der Jahreszeiten, als Basis dient ein Basisbrei. Während der kalten Wintermonate darf das Frühstück reichhaltiger sein. Im Sommer können hingegen auch leichte Speisen wie ein frischer saisonaler Smoothie oder Saft hinzukommen. Allgemeine wichtige Grundpfeiler für ein ausgewogenes und gesundes Ayurveda Frühstück • Leichte, warme Speisen, wie einen Getreidebrei, bevorzugen. • Nur natürliche Zutaten. • Nicht zu viel Essen, so dass du nicht übersättigt ist. Im Ayurveda sagt man: So viel essen wie in zwei Hände passt. • Auf saisonale Produkte zurückgreifen (v.a. bei frischen Zutaten wie Obst). Im Ayurveda sagt man: Die Nahrung sollte aus der Nähe ( ca. 100km) kommen , da sie dann am besten  verarbeitet wird.  ie Produkte „atmen“ die selbe Luft, ernähren sich aus den selben Erde, Werden im selben Maßstab  von der Sonne beschienen….. • Immer frisch zubereiten. • Die Kombination aus Milchprodukten und sauren Früchten meiden. Ayurveda Frühstück:  • Getreideflocken stellen die Basis dar und werden in etwas Fett (z.B. Kokosöl oder Ghee) angeröstet. • Nun wird das Getreide mit Flüssigkeit aufgegossen und kann für einige Minuten quellen. • Anschließend werden gedünstete oder frische Früchte hinzugegeben und der Brei mit Gewürzen, Nüssen oder Samen verfeinert. Circa doppelt so viel Flüssigkeit wie Getreideflocken. 

Ayurveda Frühstück Basis: Getreideflocken Die Basis stellen verschiedene Getreidesorten dar, die entweder einzeln oder als Mix verwendet werden können. • Für Kapha: Roggen, Dinkel, Buchweizen, Hirse • Für Pitta: Dinkel, Weizen, Hafer, Gerste • Für Vata: Weizen, Quinoa, Reis, Hafer Ayurveda Frühstück: Flüssigkeit Um die gerösteten Flocken quellen zu lassen kannst du verschiedene Flüssigkeiten hinzufügen: • Kuhmilch • Pflanzenmilch: Soja, Hafer, Dinkei, Kokos • Nussmilch: Mandel, Macadamia, Cashew • Wasser • Sahne (tut vor allem Vata Typen gut) • Fruchtpresssäfte, eingekocht/ eingedickt Ayurveda Frühstück: Gewürze Gewürze geben dem Getreidebrei einen runden Geschmack und verfeinern dein Frühstück: • Zimt • Kurkuma • Kardamom • Nelke • Ingwer • Kakao • Safran • Anis • Fenchel • Vanille • Tonkabohne Ayurveda Frühstück: Nüsse & Samen Verschieden Nusssorten und Samen können entweder anfangs mit angeröstet oder anschließend als Topping beigefügt werden: • Cashewnüsse • Mandeln • Haselnuss • Walnuss • Hanfsamen • Sonnenblumenkerne  • Kürbiskerne • Chia • Mohn Ayurveda Frühstück: Früchte  Saisonale, frische Früchte andünsten bevor man sie zu deinem Brei gibt. Früchte der Saison Wilde Beeren  Mus (z.B. Apfel- oder Pflaumenmus Kompott Special Chyavanprash-  Früchte, Honig, Ghee Gewürze Ayurveda Frühstück: Süßungsmittel Durch die gedünsteten Früchte wird der Brei schon recht süß. Möchtest du aber noch ein wenig mehr Süße, so kannst du diese Süßungsmittel sparsam einsetzen: • Honig (bitte erst hinzufügen wenn der Brei etwas abgekühlt ist) 7 Monate alter Honig für Kapha • Ahonrsirup • Kokosblütenzucker • Birkenzucker • Shakara- Indisches Zucker

Sowie der Wechsel der Jahreszeiten den drei verschiedenen Wirkungsprinzipien Vata, Pitta und Kapha zugeordnet wird, so kann man auch den Tagesverlauf nach diesen Prinzipien analysieren. Der Wechsel der Jahres- und Tageszeiten beeinflusst nicht nur die Natur, sondern auch unseren Organismus und die Verdauungskraft. Die Morgenstunden von 6h – 10h werden vorwiegend von der Kapha-Energie dominiert. (Kapha hat u.a. die Eigenschaften, schwer, träge, langsam, unbeweglich.) Unser Körpersystem muss erst richtig in Fahrt kommen und unsere Verdauungskraft ist noch schwach. Deshalb sollte unser Frühstück eine leichte, nährende und den Stoffwechsel anregende Mahlzeit sein. Ein warmer Frühstücksbrei mit gedünsteten Früchten ist ein typisches Frühstücksgericht im Ayurveda. Warme Speisen können von unserem Körper leichter verdaut und verarbeitet werden als kalte Gerichte. Im Gegensatz zu einem kernigen Vollkornbrot ist das Getreide eines warmen Frühstücksbreis durch den Kochprozess für unseren Körper viel leichter verdaubar. Die einzelnen Zutaten und Zubereitungsarten kann man je nach Konstitutionstyp variieren.

Geschichten
  • 9º

Kommentare (0)

Melde dich an oder erstelle ein Konto, um einen Kommentar zu hinterlassen.